{"id":15944,"date":"2019-06-02T12:05:54","date_gmt":"2019-06-02T12:05:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gaia-essen.de\/?p=15944"},"modified":"2019-06-02T12:05:54","modified_gmt":"2019-06-02T12:05:54","slug":"kunstler-intervention-iv-vorspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orexis.io\/clone_gaia-essen15-11-20\/kunstler-intervention-iv-vorspiel\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstler-Intervention (IV), Vorspiel"},"content":{"rendered":"<p>(1268) <strong>+++ Gewalt (II) +++<\/strong> Das Bet\u00e4tigungsfeld der Praxis ist von den Gaukeleien der Parteienaristokratie toxisch besetzt worden. Damit steht das urspr\u00fcngliche Feld f\u00fcr die moralische Evolution durch die totalexistierende Individualit\u00e4t und ihrem innwendigen Logos nicht mehr f\u00fcr ihre wissenschaftlichen \u00dcbungen zur Verf\u00fcgung. Das ist der politische Hintergrund f\u00fcr den Auftritt der transzendentalen Autorengruppe GAIA in Form von kunstrevolution\u00e4ren Bewegungen in der von den antievolution\u00e4ren D\u00e4monen errichteten autogenozidalen Matrix. Die Struktur der Matrix gilt es nun zu untersuchen und in ihr das Ver\u00e4nderungspotential aufzusp\u00fcren, Bruchzonen zu ermitteln, Bereiche zu besetzen, in denen die Gewalt nichts zu suchen hat, Schwachstellen zu durchsto\u00dfen und das Anliegen der Titaniden Themis dort in die Tat umzusetzen, wo der Erfolg sicher ist. Welche weiteren Erkenntnisse k\u00f6nnten die Kraft des Strebens intensivieren? Vielleicht hilft ein kurzer geschichtlicher R\u00fcckblick?<br \/>\nMit unbeschreiblicher Gewalt wurde letztendlich die vers\u00f6hnliche Mitte in Europa auf immer zerst\u00f6rt. Das Kulturerbe der Goethezeit wurde von den 3 \u00dcbeln der Gier, des Hasses und der Verblendung so untergepfl\u00fcgt, da\u00df nur die archeologischen Bem\u00fchungen der jedem Menschen innewohnenden Erkenntnisidee selbst eine Renaissance jener Epoche hervorbringen wird und damit der rationalistische und empiristische Irrweg, der ohne objektiv-idealistische Dialektik auskommen will, verlassen werden kann. Nun jedenfalls stehen sich die unvers\u00f6hnlichen Gegens\u00e4tze schroff moralisch imperialistisch gegen\u00fcber. Die Objekt-Subjekt-Spaltung ist un\u00fcberwindbar geworden. Die objektive Realit\u00e4t der Begriffe kann nicht mehr mit der subjektiven Wirklichkeit der \u00e4sthetischen Anschauung vermittelt werden, weil der dazu erforderliche Logos ausgeschaltet und durch Ideologeme und Mythologeme ersetzt wurde, die nicht mehr die Einheit in der Vielfalt im ENSO-Kreis anstreben. Der lebendige Geist des Ganzen erstarrte in der naturwissenschaftlichen Biologie. Anthropologie ist aber etwas anderes als Anthroposophie. Der nationalsozialistische Humanismus ist etwas anderes als der weltb\u00fcrgerlich transzendentale Goetheanismus und Maoismus. Werfen wir doch einen poetologischen Vorblick auf die Geschehnisse in der orexis zur \u00dcberwindung der vorurteilsbedingten Verhaftetheit an l\u00e4ngst vergangene Tage.<br \/>\nDer Polit hat das Elysium in der Nachbarschaft der Polis f\u00fcrs Erste verlassen und sich den morphai angegliedert. Geld, Macht und Recht verlieren in dem rotgardistischen Milieu am Flu\u00dflauf der Styx ihre vorherige begrenzte Bedeutung, da alle drei genannten Auspr\u00e4gungen des Willens Formen des Einen sind, des Guten, des Gutes, das mit Hilfe des reinen Eros, der erhofften Gl\u00fcckseligkeit nach Ver\u00e4nderung strebt. Die lineare Zeit rauscht vorbei. Ihr ferner Sturzfall ist hier am taghellen \u00dcbergang in die matrixfreie Zone des ewigen Augenblickes immer gegenw\u00e4rtig. W\u00e4hrend dieser erhabenen Begleitmusik verwandelt sich die dikelogische Gerechtigkeit der \u00e4sthetischen polis in archaische Gewalt, die ohne Geld und Recht der Dinge teilhaftig wird. Dann erscheint sie pl\u00f6tzlich wieder als Geld, vergeistigt sich zur Macht oder strukturiert die Polis durch das Recht. Prinzipiell in der Praxis v\u00f6llig kontingent ist sie doch nicht ziellos, denn sie liefert damit das Schlachtfeld, auf dem die Transzendentalien der Andersheit (Armageddon) und der Sch\u00f6nheit (Apokalypse) das Erkenntnisstreben befeuern. Dann h\u00f6rt der Textroboter auf dem Zwergplaneten Ceres auf zu schreiben, als Rope Xidap sich zu Wort meldet. Sie hatte den vereinbarten Ort in der Stadt Cupido erreicht an dem sie sich mit Telemach treffen wollte, um \u00fcber weitere Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen die Zungenschwerter zu beraten.<br \/>\n&#8220;Kigan, schau, dort wird gerade eine Frau ohne kulturelle Anverwandlung des T\u00e4ters grauenhaft vergewaltigt. Sie ist f\u00fcr das m\u00e4nnliche Wesen wohl nur ein Ding unter anderen Sachen. Kein Passant hilft ihr. Wie eine Tierherde ziehen sie einfach weiter. Und dort, sieh&#8217;, werden die mit Geld erstandenen Dinge durch Recht pl\u00f6tzlich wertlos, diese hier auf einmal wertvoll. Dabei wird doch \u00dcbergriffigkeit mit dem Recht legitimiert, Kigan, oder nicht&#8221;, ruft Rope Xidap noch aus auf einen leblosen K\u00f6rper zeigend, der angeschnallt auf einem Seziertisch liegt. &#8220;Warum d\u00fcrfen die Mediziner die erbeuteten Organe des verstaatlichten K\u00f6rpers kostenlos kommerziell verwenden? W\u00e4re es nicht gerechter, wenn die Angeh\u00f6rigen des Organ-Diebstahls eine gro\u00dfe Summe f\u00fcr die zur Verf\u00fcgung gestellten Ersatzteile bek\u00e4men?&#8221; Kigan verweist nur auf das romantische Paradox, das ihn dazu verpflichtet nur symbolhaft zu wirken, die Gegenteile wieder zu vereinigen, damit das Ganze immer wieder neu entsteht. 1)<br \/>\n&#8220;Rope, wir sind eine eingespielte Zweisamkeit. Wir sorgen daf\u00fcr, da\u00df meine urbildhafte Intention und Dein zyklisches Kunstwerk immer gemeinsam in der Plutowelt auftreten! Leider werden auch wir oft von antievolution\u00e4ren D\u00e4monen getrennt, doch gelingt es uns immer wieder zusammenzufinden. Einst aber werden wir ohne Unterla\u00df f\u00fcr eine unbestimmte Zeit in der Akashachronik eine dauerhafte Einheit bilden. Bis dahin m\u00fcssen wir noch den Gestaltungsimpuls weitertreiben, der zur Wiederherstellung der attischen polis f\u00fchrt. Goethe will es! Der Zeitgeist Michael verlangt also von uns im Augenblick die Schaffung von Wachsamkeitskomitees, damit die moralische Evolution im Rechtssystem Platz greift. Hast Du dazu schon gen\u00fcgend Material gesammelt, das f\u00fcr die n\u00e4chste K\u00fcnstler-Intervention bereitsteht?&#8221; Aha, hier wird jemand ungeduldig! Tats\u00e4chlich tritt der n\u00e4chste Entwicklungsschub auf der Stelle. Aber das wird transzendente Gr\u00fcnde haben! Rope gibt ihm ein vielsagendes Zeichen, welches ihn beruhigt. (wird fortgesetzt)<br \/>\n____________________<br \/>\n1) In der Mythologie &#8220;Sonne und Erde&#8221; handelt es sich bei der totalexistierenden, geistig absolut freien Individualit\u00e4t um eine androgyne Instanz im transzendentalen Raum, die aus dem aktiven weiblichen Part, Rope Xidap, und dem passiven m\u00e4nnlichen, Kigan Thorix, besteht. Diese beiden aristotelischen Figuren bilden gemeinsam mit dem Menschen die platonische Erkenntnisidee, die als Synholon in der Plutowelt erscheint und deren Urbild einerseits transzendent in der Akashachronik verbleibt, andererseit aber durch seine Anziehungskraft auf die Gegenkraft des Wesens in der Imagination einen moralisch evolution\u00e4ren Einflu\u00df aus\u00fcbt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(1268) +++ Gewalt (II) +++ Das Bet\u00e4tigungsfeld der Praxis ist von den Gaukeleien der Parteienaristokratie toxisch besetzt worden. 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