Der Naturgewalt widerstehen. Die purpurfarbene Morgensonne Eos anstreben

Mit der purpurfarbenen Morgensonne Eos 1) kommt uns Achilles in geschmückter, glänzender Rüstung auf seinem Kampfwagen entgegen. Hinter ihm folgt das Entsatzheer fest entschlossen unser Anliegen, die nächste Kulturepoche einzuleiten, zu unterstützen. Der Christus 2) will sich in dieser als Goethe, als reine praktische Vernunft offenbaren, nachdem er sich schon machtvoll als reines Verstandesdenken etabliert hatte. Erschienen als reine beeindruckende Bilderbild, will die Natur nun den Menschen vollkommen freilassen und ihn dazu ermächtigen, seine Kunst wieder zur Natur werden zu lassen. Damit schließt sich der Erkenntniskreislauf, der im Biologischen begann, im Seelischen fortgeführt wurde und nun im Geisteswissenschaftlichen menschenwürdig, erkenntniskritisch und erkenntnispraktisch von der Individualität beendet wird. Moral, Wissenschaft und Kunst haben wieder zusammengefunden. Die Grundlage für den ästhetischen Stadtstaat ist geschaffen worden. Das Recht des Stärkeren mußte der Herrschaft durch Freiheit weichen.
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1) Wer ist die Titanide Eos, die mit einem eigenen Streitwagen an der Heerstraße nach Neu-Weimar geduldig wartet? Könnte sie nicht die sich ständig erneuernde Einheit von Individualität und Entelechie sein, ein besonders liebenswürdiger Bestandteil des immerwährenden Epos der allen Dingen zugrundeliegenden Wirklichkeit?
2) Der Christus ist das Leben, der Weg und die Wahrheit. Wird der Aspekt der Wahrheit gewählt und ihr Aufstieg bis zur Erkenntniskunst, dann identifiziert sich die Adeptin, der Adept letztendlich mit der moralischen Evolution, die in der Objektwelt “sozialplastisch” auftritt.

Die Polisgemeinde: Erste Überlegungen. Einführung in das Thema

Bei der kommunalen Wählergruppe GAIA handelt es sich um den aktiven Teil des geisteswissenschaftlichen Zweig einer Polisgemeinde, der Vereinigung mehrerer Polileis. Die GAIA gehört gleichzeitig zu den Basismodulen des Goethevolkes. Ihre leitende und organisierende Frage ist die Suche nach einer der nächsten Kulturepoche zugrundliegenden Handlungstheorie und dem damit zusammenhängenden Idealstaat. Irgendwo zwischen den schon verwirklichten Entwürfen, den verschiedenen Formen des Zusammenlebens im Zuge der Menschwerdung der Gottheit, des Geistes, des Ganzen in der 5. Kulturepoche und den Urphänomen in den Tiefen des transzendentalen Urmeeres aller Denkmöglichkeiten, das als Lieferant der unzähligen relativen und absoluten Mittel fungiert, liegt auch Neu – Weimar als absolutes Ziel und die GAIA – Essen mit dem Zentralheiligtum der Artemis, dem Zufluchtsort für alle poetologischen Evidenzen, dem Artemision als mittelfristiges. Der nächste Evolutionsschritt ist notwendig, um das Primat der Kunst und damit den absolut freien Willen des Menschen auch im Politischen auf Dauer zu verankern. Unterschiedliche Dämonen der untergehenden Welt wollen diesen weiteren Schritt auf die Sonne zu aber verhindern.

Das Ganze ist das Wahre. Hegel

Aber was heißt das? Das Propagandaministerium in der Mitte von Europa behauptet unablässig die Ungleichheit der von ihr hervorgehobenen Teile der Bevölkerung, damit diese dann bevorzugt gegenüber anderen behandelt werden können, um die pseudowissenschaftlich gesetzten Unebenheiten zu beseitigen. Das freie Spiel der Kräfte ist dabei allerdings nicht werkmäßig tätig, sondern kulturmarxistische Sozialingenieure. Da die freiheitlich – demokratische Grundordnung ausgehebelt worden ist, findet sich das Goethevolk mittlerweile in einer biopolitischen Versuchsanstalt wieder, in der die Totalzerstörung des Ganzen für die Eingeweihten ein offenes Geheimnis ist. Woher kommt dieser Haß auf die Lebensweise der Nachfahren Goethes? Hat es damit zu tun, daß er der erste Hauptdarsteller des Menschenbildes der nächsten Kulturepoche ist? Für ihn gab es keine Trennung zwischen dem Teil und dem Ganzen. Die Einheit war für ihn nur durch die wahre Vielfalt zu erreichen. Das Ganze war hier und jetzt anwesend. Nur das lebendige Ganze ist das wahre Ganze. Außerhalb der sinnlich sichtbaren Tatsachenwelt gab es für diesen Besuch aus Neu – Weimar keine andere Entität, auf die irgend ein Mensch notwendigerweise Rücksicht zu nehmen hätte. Der Mensch selbst ist ganz und vollkommen. Er bedarf des anderen nur zur Begleitung auf Augenhöhe und nicht auf offenbarungsgläubigem Grund, denn jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit, mit der er von der Sonne kommend die Erde gestalten will.