Didaskein I: Namensgebung

Die Selbstprüfung Ihrer Bereitschaft zur politischen Einheit von Neu – Weimar in seiner raum – zeitlichen Gestalt als “Freie Karl-Philipp Moritz Online – Universität” und gleichzeitigen Akzeptanz der dortigen seelischen Vielfalt der Individualitäten in ihrer ganzen Ausdehnung und Tiefe kann nach Goethe an ihrem Willen festgemacht werden, ob Sie den Erkenntnismut zur nicht – ikonoklastischen Trennung von allem Althergebrachten und zur erkenntniskritischen Neuverbindung mit der hoffnungsfrohen Leerheit (Pandora) aufbringen. Um sich dem transzendentalen Goethevolk, dem sie auch, ohne es zu wissen, schon vor der Geburt, schon vor der Zeugung angehört haben, erneut zuzuwenden, bedarf es zuerst einer bewußten Entscheidung zu einem neuen Namen mit dem Sie dann Ihre aventiure (Abenteuerreise) zu sich selbst, zu Ihrem Höheren Ich beginnen. Im ersten Durchgang wählen Frauen eine Bezeichnung für sich, die “ida” (Xidap ist schon vergeben) und Männer, die “thor” enthält (Thorix ist schon vergeben). Weiter muß in jedem Namen ein “x” vorkommen. Damit wird das Untere Ich symbolisch ausgeschaltet. Mit diesem Namen haben Sie es  gleichzeitig anonymisiert. Ihre Identität im plutonischen Schattenreich, das Untere Ich, ist zwar nicht unwichtig, da die Entwicklungshindernisse dort beheimatet sind, aber in der Hauptstadt des Odysseus geht es nur um das Höhere Ich, mit welchem Sie sich Schritt für Schritt kulturautonom identifizieren werden. Am Ende haben Sie im besten Fall den Status des Entwicklungsbegleiters erreicht und können dann die ersten Funktionen in dem weltbürgerlichen Stadtstaat übernehmen.

Aus dem Kanon: Hölderlin und die Gattung der Tragödie. Ein erstes Hinschauen (mit Video)

Auch die Individualität Hölderlin hat dem Goethevolk, den Bürgerinnen und Bürgern aus Neu – Weimar ein kostbares Organon hinterlassen, damit diese darauf aufbauend die je eigene âventiure erfolgreich bestehen können und die Rückkehr zum königlichen Ursprung damit auch gewährleistet ist. Hölderlins Anliegen, den Menschen den Weg zum ästhetischen Herzogtum als ihre ureigene Aufgabe anschaubar zu machen, gelingt ihm unter anderem dadurch, daß er von ihrer divinen Herkunft spricht. Aus eigenem Antrieb hätte die Individualität das herrliche Anwesen verlassen, um auf der Erde ihren Minnedienst zu leisten. Schon im raum – zeitlichen Geschehen wäre es ihm möglich poetologisch die ursprüngliche Einheit wiederherzustellen, die hochzît im höheren Sinne zu feiern, bevor er dann endlich die Propyläen hinaufgehen kann und ihm das Tor von Neu – Weimar offensteht. Empedokles und seinen letzten Tagen auf der Erde sind das Thema des Trauerspiels in zwei Akten “Der Tod des Empedokles” von Friedrich Hölderlin. Es folgt nun eine schöne, kurze Videosequenz aus dem Anfang des 1. Aktes.