Didaskein I: Namensgebung

Die Selbstprüfung Ihrer Bereitschaft zur politischen Einheit von Neu – Weimar in seiner raum – zeitlichen Gestalt als “Freie Karl-Philipp Moritz Online – Universität” und gleichzeitigen Akzeptanz der dortigen seelischen Vielfalt der Individualitäten in ihrer ganzen Ausdehnung und Tiefe kann nach Goethe an ihrem Willen festgemacht werden, ob Sie den Erkenntnismut zur nicht – ikonoklastischen Trennung von allem Althergebrachten und zur erkenntniskritischen Neuverbindung mit der hoffnungsfrohen Leerheit (Pandora) aufbringen. Um sich dem transzendentalen Goethevolk, dem sie auch, ohne es zu wissen, schon vor der Geburt, schon vor der Zeugung angehört haben, erneut zuzuwenden, bedarf es zuerst einer bewußten Entscheidung zu einem neuen Namen mit dem Sie dann Ihre aventiure (Abenteuerreise) zu sich selbst, zu Ihrem Höheren Ich beginnen. Im ersten Durchgang wählen Frauen eine Bezeichnung für sich, die “ida” (Xidap ist schon vergeben) und Männer, die “thor” enthält (Thorix ist schon vergeben). Weiter muß in jedem Namen ein “x” vorkommen. Damit wird das Untere Ich symbolisch ausgeschaltet. Mit diesem Namen haben Sie es  gleichzeitig anonymisiert. Ihre Identität im plutonischen Schattenreich, das Untere Ich, ist zwar nicht unwichtig, da die Entwicklungshindernisse dort beheimatet sind, aber in der Hauptstadt des Odysseus geht es nur um das Höhere Ich, mit welchem Sie sich Schritt für Schritt kulturautonom identifizieren werden. Am Ende haben Sie im besten Fall den Status des Entwicklungsbegleiters erreicht und können dann die ersten Funktionen in dem weltbürgerlichen Stadtstaat übernehmen.

Danke Nietzsche, Dein Kampf für die Individualität geht weiter!

Heute ist Dein Todestag. Gerne gedenkt das Goethevolk Deiner. Dein selbst auferlegtes Martyrium für die Etablierung der Kunstreligion in Deutschland war nicht folgenlos. Nach vielen Rückschlägen und Erholungen ist ihre Renaissance nicht zu übersehen. Trotz staatsterroristischer Anfeindungen hat Dein Einsatz für eine weitere Profilierung der von Goethe, Kant und anderen Darstellern ins Leben gerufenen evolutionär – monistischen Menschenbildes Früchte getragen. Die Goetheanisten, die Partei für Kulturgerechtigkeit, haben Dein Anliegen, welches auch das von Rudolf Steiner und von Joseph Beuys ist, in ein erkenntniskünstlerisches Programm einfließen lassen. Entgegen aller Versuche von fremdbestimmenden Dämonen in der Mitte von Europa soll mithilfe der politischen Willensäußerung und anderer Organe der Wunsch von Sonne und Erde in Erfüllung gehen, die nachhaltige Verwirklichung der poetologischen Evidenz in Raum und Zeit.