Didaskein I: Namensgebung

Die Selbstprüfung Ihrer Bereitschaft zur politischen Einheit von Neu – Weimar in seiner raum – zeitlichen Gestalt als “Freie Karl-Philipp Moritz Online – Universität” und gleichzeitigen Akzeptanz der dortigen seelischen Vielfalt der Individualitäten in ihrer ganzen Ausdehnung und Tiefe kann nach Goethe an ihrem Willen festgemacht werden, ob Sie den Erkenntnismut zur nicht – ikonoklastischen Trennung von allem Althergebrachten und zur erkenntniskritischen Neuverbindung mit der hoffnungsfrohen Leerheit (Pandora) aufbringen. Um sich dem transzendentalen Goethevolk, dem sie auch, ohne es zu wissen, schon vor der Geburt, schon vor der Zeugung angehört haben, erneut zuzuwenden, bedarf es zuerst einer bewußten Entscheidung zu einem neuen Namen mit dem Sie dann Ihre aventiure (Abenteuerreise) zu sich selbst, zu Ihrem Höheren Ich beginnen. Im ersten Durchgang wählen Frauen eine Bezeichnung für sich, die “ida” (Xidap ist schon vergeben) und Männer, die “thor” enthält (Thorix ist schon vergeben). Weiter muß in jedem Namen ein “x” vorkommen. Damit wird das Untere Ich symbolisch ausgeschaltet. Mit diesem Namen haben Sie es  gleichzeitig anonymisiert. Ihre Identität im plutonischen Schattenreich, das Untere Ich, ist zwar nicht unwichtig, da die Entwicklungshindernisse dort beheimatet sind, aber in der Hauptstadt des Odysseus geht es nur um das Höhere Ich, mit welchem Sie sich Schritt für Schritt kulturautonom identifizieren werden. Am Ende haben Sie im besten Fall den Status des Entwicklungsbegleiters erreicht und können dann die ersten Funktionen in dem weltbürgerlichen Stadtstaat übernehmen.

Wer gehört zum Goethevolk? (mit Video)

Der Anlage nach gehört jeder Mensch dazu, denn alle Mensch haben ein höheres Ich. Wenn er allerdings seine höhere Heimat Neu – Weimar, aus der er als Botschafter in die untere Welt entsandt wurde, um für die Freiheit der Wissenschaft und Kunst unter allen Umständen zu kämpfen, diese seine eigene Wahrheit hochverräterisch aufgibt und den häretischen Weg der Selbstversklavung wählt, dann hat er seine natürliche Kunstgemeinde verlassen und sich menschenfeindlichen Göttern geopfert. Jede Frau, die wie Goethe die Welt anschaut und jeder Mann der, wie Goethe die Natur verehrt, ist auf dem leuchtenden, kulturrevolutionären Pfad zum Ziel der Evolution, zum ästhetischen Stadtstaat und damit auch ein würdiges Mitglied des kunstreligiösen Goethevolkes. Dort, am Ende des langen Marsches wird Goethe am Stadttor auf denjenigen warten, diejenige persönlich in Empfang nehmen, der oder die seinem Aufruf gefolgt ist. Es ist an der Zeit sich die Frage zu stellen, wie ein Zusammenleben in Zukunft aussehen soll. Goethe, die Weimarer Klassik, die Romantik und überhaupt der deutsche Idealismus werden maßgeblich zur Lösung dieser Frage beitragen. In aller Kürze gesagt, zur metaphysischen Gemeinschaft der Goethe – Aktivistinnen und Goethe – Aktivisten dürfen Sie sich zählen, wenn Sie das Grundgesetz für das Deutsche Volk ohne Abstriche achten, wenn Sie sich zur freiheitlich – demokratischen Grundordnung zutiefst bekennen und wenn Sie dem Goethe in Ihnen bedingungslos folgen. Selbstverständlich handelt es sich um Blasphemie, wenn von totalitären Kräften Goethe, dem Hauptdarsteller der autonomen Kunstreligion, am Ende seines Lebens ein Liebäugeln oder sogar eine Konversion zu einem Offenbarungsglauben angedichtet wird. Und nun noch etwas Emotionales.

Die unverrückbaren Tatsachen der Blockparteien. Ist das Hybris?

In seinem Vorwort des Werkes “Das Elend des Historismus” , herausgegeben im Verlag Mohr Siebeck, Gesammelte Werke, Band 4, schreibt Karl P. Popper: “Die Hybris, die uns versuchen läß, das Himmelreich auf Erden zu verwirklichen, verführt uns dazu, unsere gute Erde in eine Hölle zu verwandeln – in eine Hölle, wie sie nur Menschen für ihre Mitmenschen verwirklichen können.” Wer sich mit den Göttern frevelhaft messen will, der ruft die Nemesis auf den Plan. So sahen es unsere geistigen Vorfahren. Machtmißbrauch und Kulturvandalismus werden von dieser Göttin nicht geduldet, da sie das Heilsgeschehen durchkreuzen. Was geschah mit Prometheus, Ikarus und Daedalus? Hybris muß zwangsläufig entstehen, wenn eine Herrscherschicht ihr Herkommen verachtet und aus diesem Grund auch nicht zielgerichtet regieren kann. Anmaßung, Frechheit, Grenzenlosigkeit, Folter, Hochmut, Raub, Schamlosigkeit, Selbstgerechtigkeit, Selbstüberschätzung, Trotz, Vergewaltigung, Versklavung, Zwangsarbeit, Zügellosigkeit hält kein Gemeinwesen auf Dauer aus. Artemis, die göttliche Wächterin der naturgegebenen Grenzen, Dike, die Göttin der Rechtschaffenheit und Apollon, der Gott der Heilkräfte stehen schon bereit, um dem Ruf der unnachgiebigen Nemesis zu folgen, und auch Ares putzt sein herrliches Handwerkszeug. Wie die Götter in Erscheinung treten werden, das werden wir nicht erfahren. Aber daß sie die Eunomia, die evolutionäre und menschenwürdige Ordnung gemeinsam wiederherstellen werden, das ist gewiß. Die Horen, Dike, Eirene und Eunomia sind auf Geheiß ihrer noch über Zeus stehenden Mutter, der Titanin Themis, bestrebt für ein politisches Leben in Frieden, Gesundheit, Glück und Wohlstand zu sorgen. Wir müssen ihnen durch Ästhetisierung entgegenkommen. Der urphänomenale totalästhetische Stadtstaat Neu – Weimar ist sogar von Gaia und Uranos selbst als freilassendes, immer wieder neu anzuvisierendes absolutes Entwicklungsziel gesetzt worden.