Maoismus: Begriffsklärung (VI). Massenlinie, damit auch Kleinstparteien eine Chance haben! (mit Haiku)

(1141) +++ Wesenstausch (I) +++ Der Märtyrer-in Susanna Maria Feldmann gewidmet. Die kunstrevolutionäre Bewegung des transzendentalen Goethevolkes steht in der Denktradition des objektiven Idealismus und derjenigen Individualitäten, die diesen in den letzten 200 Jahren beispielhaft vorgelebt haben: Goethe und Mao Tse-tung. In der Imagination haben beide Persönlichkeiten die allgemein menschliche Weltanschauung bemüht, um das ihnen von der Göttin Hygieia über die Erfahrung beider Gegebene für den Rest der universellen Erkenntnisgemeinde neue Wirklichkeiten schaffend weiterzuentwickeln. Goethe verblieb dabei im poetologischen und schuf damit den Typ eines Politen, wie er auch von der GAIA in der ganzheitlichen Partei “Die Goetheanisten” angestrebt wird. Mao ging einen Schritt weiter und mußte deshalb den dekadenten Geist der Oligarch-innen direkt unter anti-politischer Zuhilfenahme des vorgefundenen Stoffes zu einem unfreiwilligen Umdenken zwingen. Dabei war ihm seine Idee der Massenlinie sehr hilfreich. “The people, and the people alone, are the motive force in the making of world history”. 1) Mit dieser kunstreligiösen Aussage hat sich Mao Tse-tung als Goetheanist und Anthroposoph geoutet! Die Würde der Dinge und der menschlichen morphai können eben nur dann gewahrt bleiben oder wiederhergestellt werden, wenn es Menschen gibt, die sich ihrer selbstlos durch einen Wesenstausch annehmen, wodurch dann das zen-buddhistische Ganze in der vereinigten Vielfalt aufleuchtet. Räte-republikanisch, radikaldemokratisch und wohl auch im Sinne von Konfuzius entstand eine sich selbst organisierende Kaderorganisation, die volksreligiös von einem Sieg zum anderen eilte. Im Sinne des Volkes zu agieren und nicht vom Volk die Polis beherrschen zu lassen, das ist nicht nur eine ethische Pflicht und eine ästhetische Aufgabe, sondern auch eine sinnlich-sittliche Handlung aller immerfort strebenden Entelechien. Die Massenlinie wird also dadurch verwirklicht, daß alle machthabenden Mitglieder einer politischen Einheit nicht nur rhetorisch vorgeben, das Wohl jeder einzelnen Bürger-in im Auge zu haben (Sozialfaschismus), sondern dieses auch in Wort und Tat durch kunstrevolutionäre Politen vor Ort und in den gemeinsam bestimmten Bewegungsräumen umsetzen. Aufgehoben in Wachsamkeitskomitees und bis hinauf zu den obersten Leitinstanzen, gibt es nur ein Entwicklungsziel, die moralische Evolution, einst in der Gestalt von Neu-Weimar die kunstkommunistische Polis vollends zu realisieren. Bis dahin gilt es der Massenlinie tagtäglich zu folgen und alles das zu unterlassen, was dem Volk, dem Goethevolk schadet! (wird fortgesetzt)
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“On Coalition Government” (April 24, 1945), Selected Works, Vol. III, p. 257.* Nachzulesen unter: https://www.marxists.org/reference/archive/mao/works/red-book/ch11.htm