Symbolbewusstsein, lebendiges und Leere, absolute, die Grundlage der Polis (mit Video)

Zuerst ein Hinweis zum Framing 1). Die Zen-Attitüde ist die paradoxe Wachsamkeit, das permanente Leben in der absoluten Trennung, in der Distanz zum Herrschaftsgebiet des Pluto bei gleichzeitiger absoluter Einheit mit diesem. Dort ist die Naturwirklichkeit und hier die Leere gegenüber dem Symbolbewusstsein, die Kunstwahrheit. Am Symbol des Ensokreises kann die sozialtherapeutische Wirkung von Zen abgelesen werden. Die beste Bildungsabsicht bleibt ohne Erfolg, wenn der Charakter des Willens dieser widerspricht. Zwischen Sein und Nicht-Sein eingebettet übernimmt dieser, durch Zen in seiner Arete gestärkt, die bodenständige Vermittlungsfunktion der Erkenntnisidee. Der nächste Schritt, nicht mechanistisch vermittel, ohne intellektuelle Hybris, direkt, mit Anmut und Würde, der Lage entsprechend, jenseite von Gut und Böse ist Zen und die Kunst der Sozialen Plastik. Das Leben im Einklang mit dem Äther führt zur Geburt der organischen Polis, zur Renaissance des attischen Denkens, zur Wiederbelebung des Aspektes der kunstreligiösen Gemeinde, den Nietzsche mit apollinisch-dionysisch beschrieb. Der Geist von Dogen Zenji kann uns dabei helfen, die Kraftlinien zu verbinden, die zur Heilung der Sozialen Plastik benötigt werden und die dazu beitragen, daß sie widerständig genug ist, um aus dem unästhetischen Machtbereich der Kolonialbehörde herauszufallen und eine souveräne Klosteranlage zu bilden. Unser mittlerer Weg ist der Weg der nicht nachlassenden inneren Umgestaltung in Anlehnung an die Vorgaben des “Achtfachen Pfades” bei gleichzeitiger Übernahme des Boddhisattva-Ideals. Sehen sie nun das Video über einen der größten Zen-Meister und den geistigen Helden, der auch von “Sonne und Erde” verehrt wird.
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1) Urteile zum Framing machen das Einbetten rechtsunsicher, deshalb hier nur der Link zu Video: www.youtube.com/watch?v=TinmRC2BS00.

Im Dokusanraum: Lebendige und tote Worte (mit Video)

Dogen Zenji: “Doch, obwohl es sich so verhält, fallen Blüten einfach inmitten unserer Sehnsuch herab und Unkraut sprießt inmitten unserer Abneigung empor.” 1) Weg – Übende, die Praxis der angewandten Ethik Vollziehende, nach der absoluten Wahrheit Strebende halten unaufhörlich die Standarte der Buddha – Gleichheit aufrecht. Nie trennen sie das Nirvana vom Samasara und können es trotzdem unterscheiden. Nie wollen sie auf den Duft der Blüten je verzichten, das Bild ihrer fragilen Anmut je missen. Ihr Dahinwelken ist aber nicht zu verhindern. Dogens Worte werden wieder zu einer lebendigen Ganzheit durch einen bildhaften Zugang oder erstarren im dualistischen Mechanismus einer Interpretation. Und weiter, die Blüten fallen nie, auch wenn sie fallen, das Unkraut sprießt nie, auch wenn es sprießt. Und weiter, habt Sehnsucht, aber hängt nicht daran, damit die Blüten nicht fallen und habt eine Abneigung gegen Unkraut, aber hängt nicht daran, damit es nicht sprießt. Es folgt ein Video des Zen – Centre of Vancouver zu finden unter www.zen.ca. 1) Shobogenzo Sankyu. Ein Kommentar zu Dogen Zenjis Genjokoan. Hakuun Yasutani. Enso Verlag, 2010.