GAIA kurzgefaßt

(0026) GAIA steht für Goetheanistisch autonome intuitive Aktion. Das Autonomiekonzept basiert auf einer dynamischen Kunstreligion, die sich aus der allgemeinmenschlichen Weltanschauung Goethes ergibt, seiner Ästhetik des Lebens. Die Eigengesetzlichkeit macht das Wesen des Menschen aus. Sie wird von der Natur ohne Ausnahme in ihn hineingelegt und ist das Fundament für seine absolute Menschenwürde. Wahre Glückserfahrung tritt dann auf, wenn die geistig absolut freie Individualität die ihr gegebene sinnliche Erfahrung vorurteilslos begrifflich erobern und erkenntniskünstlerisch dem Entwicklungsprozess substanzschaffend zurückgeben kann. Leben, Weg und Wahrheit oder Natur, Kunstprinzip, Individualität vereinigen sich in der situationsethischen Tat ganzheitlich mit dem leuchtenden Pfad der avantgardistisch verstandenen Evolution. Der ästhetische Stadtstaat oder Neu – Weimar wird durch die poetologische Evidenz offenbar. In zwei sozialplastischen Organen kann die Bürgerin, kann der Bürger direkt am schöpfungsgemäßen Geschehen in der metaphysischen Polis teilnehmen: In der kommunalen transzendentalen Wählergruppe GAIA und in dem damit verknüpften GAIA – Seminar. Die gerade erwähnten Lerneinheiten sind Bestandteile des Institutes für ästhetische Staatspolitik an der Freien Karl-Philipp Moritz Universität. Das Hauptanliegen dieser kunstreligiösen Selbstbildungseinrichtung ist die Schaffung eines Grades an Durchsichtigkeit, soweit notwendiger Beseitigungen opaker freiheitsfeindlicher Strukturen, um den persönlichen Entwicklungsprozess wieder mit dem der Gemeinschaft zu einer lebendigen Einheit verquicken zu können.