Was ist eigentlich Faschismus? (I)

(1180) +++ Religionsfreiheit (V) +++ Wenn die Dreiteilung der ‘polis‘ als die Basiseinheit des Staates in Wirtschaft, Recht und Geistesleben (Rudolf Steiner) erfolgt, bleibt noch eine Kategorie übrig, die meist nicht in direkter Beziehung zu allen eben genannten Bereichen gesehen wird, die sogar von diesen abgetrennt wird, als ob sie etwas wäre, was außerhalb des menschlichen Wirkens beheimatet sei. Die ‘Religion’ ist aber ein Tätigkeitsfeld, ohne das alle anderen nicht existierten! Sie ist die ‘umstülpende Aktion’ der transzendentalen Ich-Instanz, die, wenn sie ihre Arbeit ohne Hindernisse durch das entwicklungsbedürftige menschliche Wesen vollzöge, das ‘dionysische Festspiel’ von ‘Neu-Weimar’ sofort auch in der ‘Realität’ aufführen ließe. So aber bleibt es ein rein imaginatives Vergnügen, wenn die ‘Realität’ es zuläßt. Wann tritt denn nun der Faschismus mit seinem oligarchischen Kastensystem zu Tage? Er ist ein Kind eben dieser mißbrauchten ‘Religion’! Die geballte Macht, die erst den ungehinderten Zugriff auf alle gemeinschaftlich erzeugten Ressourcen und ihre ungleiche Verteilung erlaubt, hat ihre Ursache in der Verfälschung der Verbindung (‘Religion’) von Begriff und Wahrnehmung: Fake News. Die Lüge ist also die Grundlage von Macht. Je dreister die ‘Wahrheit’ verbogen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit an die Hebel zur Unterdrückung des Volkes und zum eigenen üppigen Wohlergehen zu gelangen. Diejenigen, die ihren Eingebungen treu bleiben und kulturschaffend das ‘Ganze’ weiterhin mit Substanz füllen, finden sich auf dem unteren Ende der sozialen Gruppen wieder: ‘Faschismus’. Selbstverständlich kann dieser als Geistesfaschismus, als Sozialfaschismus oder als Wirtschaftsfaschismus erscheinen, meist aber finden alle drei zu einer einzigen Oligarchie zusammen, die eine ‘Sklavenhaltergesellschaft’ installiert. Unter dieser wird dann das abgerichtete ‘Volk’ wie eine “Tierherde” gehalten. (wird fortgesetzt)