Religionsfreiheit (I)

In unserer freien Universität von unten, die den ersten Umstülpungspunkt im Erkenntnisprozess darstellt, beschäftigen wir uns heute skizzenhaft mit der Religionsfreiheit. Sie und die Freiheit der Wissenschaft und Kunst dürfen selbstverständlich nicht die Idee der Freiheit, die nach Kant, wie ebenfalls die der Seele, der Unsterblichkeit und die einer Gottheit, aus dem transzendenten, immer vorbewußt bleibenden Bereich uns von Grund auf als Fragende Wesen konstituieren, bekämpfen oder in ihr Gegenteil verkehren, sondern haben dazu beizutragen, daß sie in den Früchten, die sie verursacht erkannt wird und im Mangel an diesen auch. Die Religionsfreiheit, die uns als indigenes Goethevolk von den Statthaltern der sogenannten “westlichen Wertegemeinschaft”, den sogenannten “sozial relevanten Gruppen” (Oligarchie) genommen wurde, nehmen wir wieder souverän in Anspruch, indem wir uns zuerst in zen-buddhistischen Wachsamkeitskomitees geordnet zurückziehen. (wird fortgesetzt)

Areopag: Fünftes kunstreligiöses Rechtsgutachten. Nur Wissenschaft und Kunst ist Religion

Themistes: Dies sei den monotheistischen Gleichheitsextremisten aller Schattierungen, den Anhängern monokausaler Ideologien auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft gesagt, Religion ist prinzipiell absolut individuell und nicht von Glaubensartikeln abhängig. Alles was als Offenbarung, als fremdbestimmende Wahrheit mit Gewalt dem Menschen aufgezwungen wird, was für ein Kollektiv gültig sein soll ist zeitgeistabhängige Politik, begründet ein vorübergehendes Volk, hat Gesetzescharakter. Die evolutionäre Kraft der Religion wird mißbraucht, in ihr Gegenteil verkehrt, wenn die persönliche Weltanschauung eines einzelnen Menschen verallgemeinert wird, wenn diese über das lebendige, polytheistische Ganze gestellt wird. Was soll Politik denn noch für eine wesenhafte Funktion haben, wenn die Bewohner der Polis religiös gleichgeschaltet, durch Wegnahme ihres persönlichen Zuganges zum Absoluten entmachtet und ohne Höheres Ich der Geist erkenntniskünstlerisch gegenstandslos geworden sind? Wahre Politik wird erst durch wahre Religion möglich! Die Suche nach den richtigen Mitteln zum Entwicklungsziel kann nur die totalexistierende poetologische Evidenz leisten, denn sie ist das Werkzeug der Wahrheit. Unmöglich kann diese Entwicklungsarbeit im dritten Jahrtausend an eine dünkelbehaftete, inkompetente und nur auf den eigenen Vorteil bedachte Verwaltung abgegeben werden, die sämtliche Machtmittel an sich gerissen hat. Die Koordination der Anstrengungen aller, die Ausrichtung auf ein gemeinsames Entwicklungsziel geschieht in der urphänomenalen Polis direkt – demokratisch im erkenntniskünstlerischen Propyläen – Gespräch. Deshalb hat das deutsche Volk doch von den Siegermächten die auf der freiheitlich – demokratischen Grundordnung aufbauende vorübergehende Verfassung erhalten, in dem ganz klar die menschengemäße Religion der Freiheit, der ästhetischen Autonomie, die auf Wissenschaft und Kunst aufbaut, für alle gefordert wird und nicht der Offenbarungsglaube. Im Nachkriegsdeutschland hat aber die Trennung von Staat und Offenbarungsglaube, von Staat und politischer Korrektheit, von Staat und Verfolgungsgeist immer noch nicht stattgefunden. Schlimmer noch, der Staat selbst, die politische Klasse hat sich blasphemisch und verdammungswürdig an die Stelle der Gottheit gesetzt, da seine Entscheidungen im Politischen das Ganze nicht mehr berücksichtigen, seine totalitären Entscheidungen als sakrosankt zu gelten haben ohne eine ernstzunehmende Mitsprache der Betroffenen im Sinne des Grundgesetzes.

Areopag: Viertes kunstreligiöses Rechtsgutachten. Das Grundgesetz will die Paideia

Themistes: Die Gottheit der Deutschen will die schöpfungsgemäße Entwicklung, Paideia ( Παιδεια), nicht koloniale Ausbeutung. Auch wenn Machtmißbrauch und Kulturvandalismus ein sozialistisches Arbeitslager geschaffen haben, hat diese Lebensart allein wegen der Wirklichkeit noch lange keine ethisch begründete Daseinsberechtigung. Sie ist schlicht inhuman, trotz Nachhaltigkeitsgeschrei. Eine Nachhaltigkeit ohne Berücksichtigung der Natur des menschlichen Einzelwesens ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Kein irgendwie gearteter dem Menschen zugeneigter Gott hat diese Sklaverei und Folter gewünscht, im Gegenteil, es sind Widersacherkräfte im Spiel, die als Dämonen usurpierend tätig geworden sind. Deutschland ist nun eine Firma mit einem Sicherheitsdienst, mit Geistkontrollen und mit einer Chefetage, wo Gesetze entstehen, an die sich alle werktätigen Insassen zu halten haben, bis auf die Teile der Bevölkerung, die davon ausgenommen sind. Wo ist die Gewaltenteilung geblieben? Der Wille der Gottheit der Deutschen ist nicht nur in das Grundgesetz eingeflossen, sondern kann von jedem Mitglied einer Kulturgruppe des Goethevolkes direkt eingesehen werden, wenn jenes sein Gewohnheitsdenken beiseite legt.

Die Polisgemeinde: Erste Überlegungen. Einführung in das Thema

Bei der kommunalen Wählergruppe GAIA handelt es sich um den aktiven Teil des geisteswissenschaftlichen Zweig einer Polisgemeinde, der Vereinigung mehrerer Polileis. Die GAIA gehört gleichzeitig zu den Basismodulen des Goethevolkes. Ihre leitende und organisierende Frage ist die Suche nach einer der nächsten Kulturepoche zugrundliegenden Handlungstheorie und dem damit zusammenhängenden Idealstaat. Irgendwo zwischen den schon verwirklichten Entwürfen, den verschiedenen Formen des Zusammenlebens im Zuge der Menschwerdung der Gottheit, des Geistes, des Ganzen in der 5. Kulturepoche und den Urphänomen in den Tiefen des transzendentalen Urmeeres aller Denkmöglichkeiten, das als Lieferant der unzähligen relativen und absoluten Mittel fungiert, liegt auch Neu – Weimar als absolutes Ziel und die GAIA – Essen mit dem Zentralheiligtum der Artemis, dem Zufluchtsort für alle poetologischen Evidenzen, dem Artemision als mittelfristiges. Der nächste Evolutionsschritt ist notwendig, um das Primat der Kunst und damit den absolut freien Willen des Menschen auch im Politischen auf Dauer zu verankern. Unterschiedliche Dämonen der untergehenden Welt wollen diesen weiteren Schritt auf die Sonne zu aber verhindern.