Und wieder zieht Goethe mit Fanfaren-Klängen und Blütenregen in Neu-Weimar ein!

(1243) +++ Volkssouveränität (II) +++ In Neu-Weimar herrscht seit Tagen ein aufgeregtes, bis spät in die Nacht hinein geradzu eruptives Treiben. Dort wo das Leben seinen andauernden Ursprung hat und dort wo es dank dem unaufhörlichen Wirken der Titaniden Eos wieder neu erblüht, dort ist auch die Goethea und der Goethe in einem herrlichen Symbol anzutreffen. Die gesamte Ätherwelt, noch nicht zerschnitten durch die zur Erde drängende Individualität, das reine Chaos, das die reine Ordung in sich trägt, die ewige Heimstatt aller die vorbildhaft die Volkssouveränität dadurch verkörpern, daß sie die romantische Ironie zum Gründungsimpuls eines ästhetischen Stadtstaates werden lassen, ist morgen erneut das Publikum für das gigantische Festspiel, welches zu Ehren der ersten totalexistierenden, geistig absolut freien Individualität unter Aufbietung aller Kräfte selbst in den entlegendsten Winkeln des Universums aufgeführt wird. Goethe, wir, die GAIA, rufen Dir in allen unseren Instanzen und Dämonen freudig zu: “In Deinem Sinne hat sich unsere Selbstbildungsgestalt in eine Rotgardist-in metamorphosiert, denn uns allen ist nicht entgangen, daß Du Dich sogar in dem Mao Zedong wiederverkörpert hast. Hoch lebe Deine radikaldemokratische Ungeteiltheit. Sie ist der Garant für die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die im Widerstand gegen die neofeudale Oligarchie und die gegen das Volk angewendete verabsolutierte und verrechtlichte Verfassungsgerichtsbarkeit realisiert werden müssen! Hoch lebe die permanente Kulturrevolution!”

Jenseits von Raum und Zeit strikt allgemein und unbedingt notwendig strebend sich situationsethisch zu verwurzeln, wer kann sich rühmen, so allgemeinmenschlich zuerst in die Wirklichkeit und dann in die Realität einzutreten. Für Goethe schien das alles kein allzu großes Problem zu sein. Aus der Akashachronik herabgestiegen, mit einer Entourage, die ihn ständig mit all dem aus den vier Seinbereichen versorgte, was für seine unmögliche Aufgabe zusammengestellt werden musste, die Schaffung einer kunstrevolutionären Moral, die aus dem Sinnlich-Sittlichen hervorquillt. Und er enttäuschte die Titanide Themis nicht, die im Hohen Rat den Vorsitz hat, und die ihre gesetzgebende Funktion bis hinein in den Politen der Polis weiterreichen läßt. Er, der erste Bürger seines kommenden Volkes, ist für seine geistigen, praktisch ästhetischen Nachfahren der Bezugspunkt für alle Tätigkeiten. Das ist die Performance Art der Argonautik, wenn die Nachahmung zwar die Methode übernimmt, der Inhalt und die Form aber das archetypische Urbild wiedergeben ohne Unterlass. Goethe will es! (wird fortgesetzt)

Neuer Fall eines sozialfaschistischen Sein-Sollen-Fehlschlusses! (mit Haiku)

(1242) +++ Aufklärung (I) +++ Die jakobinische Aufklärung ist eine verzerrte Einstellung zur Realität. In dieser Moderne wird die naturwissenschaftliche Weltzuwendung monotheistisch auch von politischen Gruppierungen verabsolutiert. Damit entstehen nihilistische Sekten, die mit staatlicher Macht ausgestattet ganze Völker vernichten können. Trotz aller Lippenbekenntnisse, wie der Schutz der Menschenwürde oder der Kampf für die Menschenrechte, werden sie durch die Tatsachen entlarvt, die sie aufgrund ihres Glaubens an die sie leitenden Ideologeme begehen müssen. Unrecht häuft sich auf Unrecht, Armut breitet sich immer weiter aus und die dem Gott Pluto opfernde Oberschicht kann sich vor dem sie überschüttenden Reichtum nicht mehr retten. Aber was hat dieser Einstieg mit der logischen Fehlleistung zu tun?

Die Aufklärung will die positivistische Gleichheit aller Bürger-innen vor dem Gesetz. Die natürliche Freiheit des Menschen soll durch politische Rechte garantiert werden. Alle Menschen haben die gleichen Rechte. Dies ist eine zentrale Aussage zum Wesen des Rechtsstaates. Tatsachen bilden dabei die Grundlage für die Schaffung von Gesetzen, deren Anwendung durch die Judikative und Exekutive vollzogen werden. Die Welt der Natur aber unterliegt eigenen Gesetzen, die sich von den menschengemachten, die aus der Sinnlichkeit stammen, ganz klar unterscheiden. Wenn selbst Menschen in die Dingwelt eingereiht, und sie allein anhand ihrer Eigenschaften allgemeinen Regeln untergeordnet werden, dann muss die politische Ordnung letztendlich eine sozialfaschistische Form annehmen, weil der Mensch eben für seine Merkmale, mit denen er in Erscheinung tritt, selbst verantwortlich ist und diese nicht durch Kausalgesetze verursacht werden, wie bei den übrigen irdischen Dingen. Aber die Gesellschaft ist doch ein Bedingungszusammenhang, der dem Wirken der Natur vergleichbar sei, werden viele sagen.

Die “Soziale Plastik” (Beuys) befindet sich in einem anderen Seinsbereich als das durch das Naturrecht der Aufklärung befreite Wesen des Menschen. Dieses lebt nach dem Recht des Stärken, um sein Dasein zu behaupten. Es ist wie alle Naturphänomene eingewoben in den natürlichen Gang der Dinge, ein Ding unter Dingen. Diese Kulturträger-in muss in dem dionysischen Gemeinschaft-Erlebnis der Polis eingehegt und durch ihre jeweilige kunstrevolutionäre Individualität zum tugendhaften Politen ästhetisch autonom ausgebildet werden. Der Selbstbefreiung muss also noch die Befreiung vom Selbst folgen! Erst dann hat die Moderne ihr Ziel erreicht, die Freiheit der Wissenschaft als Grundlage für die Freiheit der Kunst. Alles, was darüber hinausgeht kann hier noch nicht einmal angerissen werden. Die auf ihren eigenen Vorteil bedachte Barbar-in in uns, die sinnlich-sittliche Goetheanist-in, die aufgeklärte Bürger-in und die maoistische Kunstrevolutionär-in wollen auf der Freiheitstufe des demokratischen Gemeinwesens den dialektischen Fortschritt organisieren. Dieses ambinionierte Vorhaben kann nur scheitern! Doch aus den Trümmern, die das Armageddon hervorbringt und die folgende Apokalypse zur ganzheitlichen Analyse freilegt, wird die totalexistierende, geistig absolut freie Individualität einst ihren “Nektar saugen” und das nächste Zeitalter aufstoßen.

Dieser lange Vorspann war wohl nötig, um die Antwort der ehemaligen Familienminister-in Kristina Schröder symbolisch denken zu können, nicht plakativ allegorisch, was durch ein verinnerlichtes Ideologem erzwungen wird. Aus der letzten Sendung “Hart aber fair” gibt der “Focus” am 19/03/19 ihre Aussage zum Thema Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen wieder. Die Lohnungleichheit sei darauf zurückzuführen, daß die Frauen andere Prioritäten setzten! Wie ist das bloß zu verstehen? Kann es Ungleichheiten geben, die nicht ungerecht sind? Eine Generalisierung verbietet sich von selbst in dem einen wie in dem anderen Fall! Wenn aus dem naturgesetzlichen Sein, also aus dem Attribut des kleineren Netto-Einkommens, nicht auf eine Ungerechtigkeit geschlossen werden kann, die bei ihrer Behebung erst eine Ungerechtigkeit hervorruft, dann muss ein Wille vorhanden sein, der einmal diese interpretative Verengung hervorruft und ein anderer, der ein Verhalten generiert, das dann zwangsläufig in jener Form erstarrt. Hier sind Künstler-innen unter sich und der Sein-Sollen-Fehlschluss wurde auf eine weitere Weise offenbart. In vielen anderen Fällen aber versagt die Polis, was auch wieder an den Zeichen ablesbar ist! Diese haben ihre Ursache in der zurückgebliebenen moralischen Evolution. Der Zeitgeist Michael wurde ausgesperrt! Um diesem das Wirken wieder zu ermöglichen, bedarf es keines moralischen Imperialismus durch sozial relevante Gruppen (Oligarchie), sondern der Wiedereinführung der Gesetzesbefugnis, die demokratietheoretisch immer noch bei dem Volk liegt. Entreißen wir den KZ-Wächterinnen der BRD-Matrix ihre vom Volk gestohlene Souveränität, die sie auf eine fiktive Verfassung übertragen haben, die in Wahrheit das Militärgrundgesetz ist und welches nur das Volk durch eine verfassungsgebende Versammlung ersetzen darf. Mit dem Primat der Kunst wird einst genau dieses geschehen und dann in der Folge das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt. (wird fortgesetzt)

Herr Muchtar al Ghusain, das kunstreligiöse Volk setzt Recht! Judikative und Exekutive haben diesem zu dienen! (mit Haiku, Eos-Impuls)

(1241) +++ Volkssouveränität (I) +++ Eine empirische oder eine auf Traditionen und Gesetze beruhende Moralbegründung ist unmöglich! Hier wurde der Kunst Gewalt angetan! Der Verwaltungsvorstand des Essener Konzerns mit dem Namen “Stadt Essen”, welcher die kommunalen Dinge totalitär regelt, ist durch die persönliche Betroffenheit und ihre Verlautbarung eines Mitgliedes dieser obersten Etage in die Schlagzeilen geraten. Ausgerechnet der Beigeordnete des Geschäftsbereiches 4 (Jugend, Bildung und Kultur), Herr Muchtar al Ghusain, hat wohl von Kunst keine Ahnung, wenn er laut WAZ, Ausgabe 18/03/19, über bestimmte Zeichen im symbolischen Kontext einer Deckenbemalung der Kapelle des evangelischen Huyssen-Stiftes ein Geschmacksurteil entsprechend des von ihm bedienten Ideologems (Nazikeule) fällt und dieses mit der Kraft seines vom Volk geliehenen Amtes auch noch öffentlich verallgemeinert. Ein Symbol läßt viele Sichtweisen zu, auch gegensätzliche, weshalb das Kunstwerk auch eine Ganzheit ist. Es spiegelt nur das zurück, was die Betrachter-in darin meint zu sehen.

Herr Muchtar al Ghusain, Dein Sein-Sollen-Fehlschluss, Dein moralischer Imperialismus wird von vielen Zeitgenoss-innen ebenfalls gerne angewendet, um die eigenen Intentionen dadurch unsichtbar zu machen, indem sie dem Weltphänomen in der Naturwirklichkeit anhand eines durch Framing, durch ein Gerücht, durch ein Vorurteil verfemten Merkmals den ästhetischen Auftritt verbieten. Diese ikonoklastische, bilderstürmerische Vorgehensweise ähnelt dem der Nationalsozialisten unter Hitler, die ebenfalls Kunstwerke als “entartet” aus dem Verkehr zogen und in vielen Fällen sogar dem Feuer übergaben. Kunst ist das wertvollste was der Mensch zustande bringen kann. Diese herrschaftlich in ihrer Freiheit einzuschränken, verstößt nicht nur gegen das Militärgrundgesetz, sondern auch gegen die Schöpfungsgesetze des den mechanistischen Kausalgesetzen unterliegenden objektiven Universums und des durch die organische Eigengesetzlichkeit geschaffenen subjektiven Kosmos.

Naturdinge haben keinen eigenen Willen. Aus diesem Grund können sie auch nicht gut oder böse sein. Wird trotzdem ein moralischer Maßstab an ein Kunstartefakt gelegt, kann der Ursprung für jene “diskriminierende” Einteilung nur in dem Selbst liegen, das man selber ist. Herr Muchtar al Ghusain, welche wahre Absicht hat Dich dazu gebracht, diesen heiligen Ort einer Religionsgemeinde zu entehren. Da es keine Moral ohne einen Leitgedanken gibt, dessen Zielvorgabe die Sprach-Handlungen steuert, musst auch Du einer Letztbegründungsinstanz folgen, wenn Du durch Deine Äußerungen indirekt Menschen zu Taten aufhetzt, die dann das bewerkstelligen, was Du lediglich nur verbal in den Medien streust. Gottheiten bedürfen immer der Menschen. Auch die Naturgöttin hat diese nötig, denn sie ist ohne jene in einer Dauerschleife der eintönigen Wiederkehr des Immergleichen. Um diese aufzuheben, um sich sich selbst anschauen zu können und um einen weiteren Freiheitsbereich zu schaffen, hat sie den Menschen hervorgebracht!

Nun, wie war das noch einmal mit Deinem Sein-Sollen-Fehler, Herr Muchtar al Ghusain, den Du als Dezernent einer wichtigen Abteilung der städtischen Kompradorenbourgeoisie doch begangen hast? An den Anfang der weiteren Untersuchung muss das Folgende wiederholt philosophisch gesagt werden: Das oligarchische Recht des Stärkeren kennt keine Moral! Eine souveräne Handlung setzt Recht! Alles, was da ist, existiert zu recht! Von dieser Warte aus gesehen ist es nur logisch, das zuerst das Existenzrecht einer Welterscheinung abgesprochen wird, um diese dann durch einen exekutiven Vorgang von der Weltbühne zu entfernen. Die Verstandesrealität der demokratisch unkontrollierten Gewalt bedient sich also propagandistisch des Gefühls unter Ausschaltung des ideenhaften Logos. Aus einer beschreibenden Tatsachenbehauptung kann kein Werturteil folgen, also muss zuerst dieses gesetzt werden, damit jene verengte Sicht auf die verkörperte Idee das Verhalten des Publikums ändert.

Aus empirischen Sätzen können mit keiner logischen Regel normative abgeleitet werden. Indikative und Imperative bedürfen eines Mittelgliedes, eben der Kunst, damit aus der bildlosen Wahrheit der Vernunft und dem bildhaften Streben des Willens die Dinge sich ohne Gewalt verwandeln. Der Primat der Kunst hat seine Berechtigung, weil das dualistische Freund-Feind-Denken aufgebrochen und dadurch die dreifaltige Entwicklung des Ganzen angestoßen wird. Machen wir gemeinsam, Herr Muchtar al Ghusain, die Stadt Essen zu einer ästhetischen Polis der Kunst, indem wir für die Freiheit der Wissenschaft (Universalisierung) und der Kunst (Individualisierung) kämpfen, genauso, wie es die Siegermächte in das oberste Regelwerk geschrieben haben, welches sie uns für das Übergangsregime gaben. (wird fortgesetzt)

Es gibt keine vom Volk geliehene Herrschaft ohne seinen permanenten Widerstand in der Öffentlichkeit! (mit Haiku, Performance Fotos)

(1240) +++ Kunstrevolution (XVII) +++ Gewidmet der Märtyrer-in Hypatia aus Alexandria. Jeder Mensch ist eine Künstler-in! Jeder Mensch muss in der Kontingenz, in dem poetischen Raum der ‘ästhetischen polis‘, wo die ‘Notwendigkeit des Daseins’ aufgehoben und gleichzeitig seine ‘Möglichkeit’ gegeben ist, überleben! Die ‘Notwendigkeit’ wird mit der Kunst in der ‘praxis’ erzwungen und die ‘Möglichkeit’ in der ‘Imagination’ durch die ‘wahre Wirklichkeit’ in der ‘Inhärenz’ erprobt. Im Anschluss daran wird es sich in der ‘gewalttätigen Realität’ zeigen, ob diese in der ‘praxis’ geneigt ist, die ‘Poetik’ auch dauerhaft in der ‘hyletischen Materie’ zu verankern.

Die Performance Art der “Argonautik” am Mittwoch, den 27/02/19, in Essen-Rüttenscheid, ist genau diese ‘Umstülpung’: Endlich kann die ‘totalexistierende Individualität’ dort am “Stern” wieder das Anliegen der Göttin Athene den dort anwesenden Bürger-innen mit dem gewohnten Papp-Plakat vermitteln. Gegen 12.30 Uhr erreicht sie in ihrer kunstrevolutionären Funktion als ‘Poesieberater’ den Bereich, der sich für eine überdachte, nach allen Seiten offene ‘Volkshalle’ (‘folkwang’) eignen würde: der ‘AGORA’ in der Mythologie “Sonne und Erde”. Auf der angrenzenden Straßenbahn-Haltestelle findet das lebendige, außerparlamentarische Symbol für eine ‘ästhetische polis’ wie immer zuerst seinen Standplatz. Folgender Text kann von allen Seiten weithin sichtbar auf dem hochgehaltenen Requisit gelesen werden: (a) “Seien Sie kein Nazi! Verhindern Sie grünliberale Kriegshetze!”, (b) “Seien Sie kein Nazi! Verhindern Sie grünliberales Framing!” Und, wie entwickelte sich die Erlebnis-Ästhetik?

Tatsächlich spricht ein junger Arbeiter ‘Kigan Thorix’ an! Nein, erklären kann er ihm das Kunstwerk, das er in seiner Gänze darstellt, prinzipell nicht. Die begriffliche Erkenntnis ist zwar auch beteiligt, doch auch die sinnliche muss hinzugezogen werden, damit sich im besten Falle ein Spiel beider einstellt. “Ich bin ein Kunstwerk und will auch als ein solches angeschaut werden”, antwortet die Instanz des “hybriden Mischwesens” (Latour) . Nachdem der ‘Polit’ der ‘ästhetischen polis‘ in der ‘gewalttätigen Realität’ einen weiteren Teil seines Auftrittes, ein rotes Tuch, zum Vorschein brachte und dieses oberhalb des linken Knies befestigte, verließ er den Ort zwischen den Ampeln. Wird er nun den breiten Bürgersteig an der Verkaufszeile mit Kreide beschriften, wo “Edeka”, “DM” und “Aldi” sich niedergelassen haben?

Da die “Werkstatt für ein ganzheitliches Bewusstsein” überall dort zu finden ist, wo auch die Ästhetik praktisch wird, entscheidet sich der Botschafter aus ‘Neu-Weimar’ dazu, im nächsten Schritt genau das dem Gang entlang der Rüttenscheider Straße vorzuziehen. Nach der offensiv gezeigten Präsenz soll das Attribut mit dem Namen ‘AGORA’ eingerichtet werden, gefolgt von einer poetischen Inbesitznahme der von “Fahrrad-Theologinnen” mit sozialfaschistischer Gewalt beanspruchten “Rü”. Der Rückweg führt dann wieder über die ‘AGORA’ zurück zur jenseits von Raum und Zeit befindlichen romantisch ironischen ‘Imagination’. Gab es eine Gelegenheit für die ‘Propyläen-Gespräche’ in denen die Kunst sich “an Kunst als Kunst orientierte”. 1)

Nun, ja und nein. Da im Gegensatz zu Kant und Hegel Goethe von der Evolutionsfront ausgeht, wenn er das Unbedingte und das Bedingte im Weltphänomen gleichzeitig im Hier und Jetzt erkennt, an der jeder Mensch steht, auch wenn ihm das nicht vollbewusst ist, war auch die Kommunikation doppelbödig. “Nein, den Kommunismus wird es immer geben und das Vorurteil eines blutrünstigen Maoismus ist schnell erkannt. Selbstverständlich will auch die ‘Kunstrevolution’ eines Mao Zedong voraussetzungslos angenommen werden. Diese Antwort musste ein Mann hören, der zuerst fünfmal mit der Aussage konfrontiert wurde: “Ich bin ein Symbol!” Möglicherweise zeichnete er mit einem Aufnahmegerät alles auf und auch danach filmte er die Kunstaktion, obwohl der Künstler ihm das vorher untersagte. Ist er nicht die gleiche Person gewesen, die ihm gemeinsam mit einer ältern Frau im letzten Jahr ein Plakat entwendet haben?

Wieder an der ‘AGORA’ angelangt erläutert der Kämpfer für Gerechtigkeit und Entwicklung einem heterosexuellen Paar die Zeichenfolge “KPD (Maoisten)” anhand eines Punktes. Die Einheit sei genauso wichtig wie die Vielfalt, da diese ohne jene durch das Recht des Stärkeren zu einer Apartheid führe. Dann bemerkte jener den Wasseranschlag auf die mit Kreide umverteilte Sinnlichkeit. Warum kann man nicht abwarten, bis die nihilistische Natur selbst ikonoklastisch zugeschlagen hat? Warum kann man die verlebendigende Tätigkeit nicht als eine Bereicherung für den Stadtteil, für die Geschäfte ansehen? Schnell eilt der Künstler in das angrenzende Restaurant und fragt dort nach der Verursacher-in der Zerstörung. “Wir dürfen das”, bekommt er zur Antwort. “Wir haben den Boden gemietet!” “Ok, dann veröffentliche ich den rabiaten Vorgang indirekt, indem ich ebenfalls mit Kreide auf den mutwilligen Gewalt-Akt hinweise!” Zum Schluss fällt noch während des Malvorganges die Bemerkung an die Weltöffentlichkeit: “Wer Kunst zerstört, der bringt auch Menschen um!” Dies deshalb, weil mit jeder Kunst der diese hervorgebringende Mensch dauerhaft anwesend ist. Wird jene zerstört, dann zieht sich auch das Leben zurück, das ebenfalls gegenwärtig war! (wird fortgesetzt)
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1) “Kunst als menschliche Praxis. Eine Ästhetik” von Georg W. Bertram. Suhrkamp, 2018, 2. Auflage, Berlin. Seite 61.

Requisit Papp-Plakat Seite 1 zum Künstler-Interview. Stichwort: Kriegshetze.
Requisit Papp-Plakat Seite 2 zum Künstler-Interview. Stichwort: Framing.
AGORA: Unter der flüchtigen Volkshalle (Folkwang) dem Volke dienen!
Das Attribut der AGORA ist dort, wo die kunstrevolutionären Maoisten antioligarchischen Widerstand leisten!
Die Titaniden und Titanen, die Olympier-innen und alle Helfer-innen der moralischen Evolution sind tieftraurig! Wer ist verantwortlich für diesen ikonoklastischen Anschlag?
Nicht das Recht des Stärkeren in der linearen Zeit, nicht das bloß imitierende Ritual, sondern erst die ästhetisierende Kunst ist das menschenwürdige Ideal, welches die ewige Wiederkehr des Gleichen durch den Sprung in eine andere Epoche überwindet!