(044) MODUL Fluxus (I), Ares-Institut
Faust: “Ares Blüthenrein hat gestern erneut in der Kommune der Stadt-Essen am Rüttenscheider Stern einen Fluxus-Akt an dem Ort der Niederkunft von Neu-Weimar als Auftakt für eine neue Serie von kunstrevolutionären Prozessen der Performance-Art der Argonautik aufgeführt, die der Neuen Mythologie Sonne und Erde zugrundgelegt ist und die unter Beibehaltung der Kunstrichtung eben die lebendige dreigegliederte Soziale Plastik im ersten Quartal 2027 hervorbringen soll!
Was ist unter Fluxus zu verstehen?
Unter Fluxus (abgeleitet vom lateinischen Wort fluxus für „fließend“) versteht man eine internationale Kunstbewegung der 1960er und 1970er Jahre, die die Grenzen zwischen Kunst und alltäglichem Leben vollständig auflösen wollte. Es handelt sich dabei nicht um einen bestimmten Malstil, sondern um eine radikale Form der Aktionskunst. Im Vordergrund steht nicht das fertige, materielle Kunstwerk, sondern die schöpferische Idee, der Prozess und das gemeinsame Erlebnis. [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Zentrale Merkmale von Fluxus
- Einheit von Kunst und Leben: Alltägliche Handlungen (wie Telefonieren, Essen oder Atmen) wurden zu Kunstaktionen erklärt.
- Kein fester Stil: Die Bewegung war bewusst multidisziplinär und nutzte Musik, Theater, Literatur, Video, Licht und Geräusche.
- Antikommerziell: Die Künstler wandten sich gegen den traditionellen, elitären Kunstmarkt und schufen oft bewusst unverkäufliche oder vergängliche Aktionen.
- Humor und Dadaismus: Viele Aktionen waren spielerisch, ironisch, voller Humor und stark vom Dadaismus des frühen 20. Jahrhunderts inspiriert.
- Event Scores (Handlungsanweisungen): Künstler verfassten oft kurze, einfache Anweisungen („Partituren“), die von jedem Menschen überall aufgeführt werden konnten. [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Unterschied zum Happening
Obwohl Fluxus eng mit dem Happening verwandt ist und sich parallel dazu entwickelte, gibt es einen feinen Unterschied: Während beim Happening das Publikum meist aktiv in die Aktion einbezogen wird und der Ablauf stark vom Zufall abhängt, agieren Fluxus-Künstler bei ihren Performances (Aktionen) häufiger vor einem eher unbeteiligten Publikum nach einer grob festgelegten Partitur. [1, 2]
Wichtige Vertreter
Geprägt wurde der Begriff 1961 von dem US-amerikanischen Künstler George Maciunas, der auch als Organisator der Bewegung galt. Zu den namhaften Akteuren, die oft stark von den experimentellen Kompositionskursen des Musikers John Cage beeinflusst waren, gehören unter anderem: [1, 2, 3, 4, 5]
- Yoko Ono
- Nam June Paik (Pionier der Videokunst)
- Joseph Beuys (der Fluxus im deutschsprachigen Raum bekannt machte)
- George Brecht
- Alison Knowles [1, 2]
Im Teil (II) wird die Parole ‘Corrective, Dualisten arbeiten per se mit Hass’ in jeder Hinsicht untersucht!” (in Arbeit)
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