Entsteht der Islam als notwendige Antwort auf den positivistischen Terror?

(034) MODUL: Sozialfaschismus (II), Apollon-Institut.  ¶  August Comte gilt mit seiner reduktionistischen Philosophie als der eigentliche Begründer des Positivismus und der darauf aufbauenden Soziologie als nur beschreibende Wissenschaft. Seine Erfassung aller Gegenstände, die zum empirischen und logischen Wahrheitsbereich gehören und deren Verabsolutierung muß die Ethik und die Ästhetik als die Wissenschaften des Subjektes verneinen.  ¶  Der Objektivismus in seiner radikalen Form verstößt nicht nur gegen die Menschenwürde, die im Militärgrundgesetz im ersten Artikel das Hauptthema ist, sondern auch gegen die Menschenrechte, wenn wir diese nicht nur in ihrer unlebendigen Allgemeinheit als Worthülse verstehen. Diese unzulässige Erniedrigung des kulturschaffenden Subjektes zur reinen Staffage einer nur behaupteten ‘omnipotenten’ sogenannten ‘Gesellschaft’, die aber nur aus Abstrakta 1) besteht und in Wahrheit nur einen Aberglauben an eben jene darstellt, kann sogar zu seiner aktiven Vernichtung führen, was durch geschichtliche und auch gegenwärtige Tatsachen bezeugt ist.  ¶  Auch das positive Recht hat keinen Wert in sich selbst, sondern erhält diesen nur auf der Kultur, die das Subjekt besitzt. Wird also das Zugrundeliegende aller Handlungen durch die mißbrauchte Wahrheit gefoltert und versklavt, dann wird es gegen seine Nicht-Einbeziehung in den Erkenntnisprozess revoltieren. So gesehen könnte der Islam und die zu ihm gehörenden Sharia als eine Aufstandsbewegung gedacht werden, die vor aller Erfahrung tätig wird, die also den “Primat der Kunst”, eigenmächtig setzt, das Motto der “Goetheanisten”, der “Partei für Kulturgerechtigkeit” schon erfüllt, obwohl ihm die dazu nötige “Kunstwahrheit” (Goethe) noch fehlt. (wird fortgesetzt)
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1) Substantive zur Bezeichnung von Ideen, die, obwohl nicht gegenständlich vorhanden, trotzdem, eben positivistisch, objektiviert werden. Außerdem werden Begriffe, problematisierte Rationalisierungen und Ideen unterschiedslos als Verallgemeinerungen verstanden. Das abstrakte Denken kann den Erkenntnisprozess nicht als evolutionären Bildungskreislauf annehmen, in dem nacheinander Universalisierungen und Individualisierungen ablaufen. Die auf -heit, -keit und -tät endenden weiblichen Substantive zeigen auf Urphänomene, die nur dem Zugriff der Individualität unterliegen und sich nicht für einen moralischen Imperialismus eignen.