Neu-Weimar bleibt das absolute Ziel

(006) Mythologem: zyklisches Kunstwerk. Die Umbenennung des Institutes für ästhetische Staatspolitik von “Neu Weimar” in “Die Propyläen” erfolgte deshalb, weil durch die Trennung des geistlichen, absoluten Zieles, des progressiven Kunstwerkes von dem relativen, dem zyklischen, dem metaphysischen Zwischenreich der Propyläen, diesem nun die Hauptaufmerksamkeit als nächste Wegstation zufällt. Bei den Propyläen handelt es sich um den “kirchlichen”, kulturautonomen Vorraum der Erkenntnisgemeinschaften, die sich im Geiste Goethes dort versammeln. Der Aufstieg und das Durchschreiten der ‘Torhalle’ selbst, um auf der anderen Seite evolutionär – romantisch, handlungspraktisch nach ‘Neu Weimar’ zu gelangen, ist entwicklungspolitisch noch nicht angezeigt. Damit ergibt sich nun eine Bildungshierarchie in der Folge von Karl-Philipp Moritz Universität, Propyläen, Evolutionscafe 2) und ‘Neu Weimar’, verstanden als pragmatisch machbare “Soziale Plastik” (Beuys) im Angesicht ihres noch lange unerreichten Ideals auf Ithaka in den Plejaden.
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1) Anderungen: (01/11/16) Um das Adverb ‘kirchlichen’ als im übertragenden Sinne vorzustellen, wurde es in Gänsefüßchen eingerahmt. Hinter ‘Neu-Weimar’ wurde einKomma gesetzt
2) In der Zusammemfassung aller drei Institute zum “Museion für Goetheanistik” übernimmt das neo-situationistische “Evolutionscafe” die Führungsrolle. Die von dieser kunstreligiösen Avantgarde geschaffenen sozialplastischen Tatsachen im vierten Umstülpungsakt werden dann von den anderen Einrichtungen untersucht und poetologisch zu Mythologemen evolutioniert.