Herr Muchtar al Ghusain, das kunstreligiöse Volk setzt Recht! Judikative und Exekutive haben diesem zu dienen! (mit Haiku, Eos-Impuls)

(1241) +++ Volkssouveränität (I) +++ Eine empirische oder eine auf Traditionen und Gesetze beruhende Moralbegründung ist unmöglich! Hier wurde der Kunst Gewalt angetan! Der Verwaltungsvorstand des Essener Konzerns mit dem Namen “Stadt Essen”, welcher die kommunalen Dinge totalitär regelt, ist durch die persönliche Betroffenheit und ihre Verlautbarung eines Mitgliedes dieser obersten Etage in die Schlagzeilen geraten. Ausgerechnet der Beigeordnete des Geschäftsbereiches 4 (Jugend, Bildung und Kultur), Herr Muchtar al Ghusain, hat wohl von Kunst keine Ahnung, wenn er laut WAZ, Ausgabe 18/03/19, über bestimmte Zeichen im symbolischen Kontext einer Deckenbemalung der Kapelle des evangelischen Huyssen-Stiftes ein Geschmacksurteil entsprechend des von ihm bedienten Ideologems (Nazikeule) fällt und dieses mit der Kraft seines vom Volk geliehenen Amtes auch noch öffentlich verallgemeinert. Ein Symbol läßt viele Sichtweisen zu, auch gegensätzliche, weshalb das Kunstwerk auch eine Ganzheit ist. Es spiegelt nur das zurück, was die Betrachter-in darin meint zu sehen.

Herr Muchtar al Ghusain, Dein Sein-Sollen-Fehlschluss, Dein moralischer Imperialismus wird von vielen Zeitgenoss-innen ebenfalls gerne angewendet, um die eigenen Intentionen dadurch unsichtbar zu machen, indem sie dem Weltphänomen in der Naturwirklichkeit anhand eines durch Framing, durch ein Gerücht, durch ein Vorurteil verfemten Merkmals den ästhetischen Auftritt verbieten. Diese ikonoklastische, bilderstürmerische Vorgehensweise ähnelt dem der Nationalsozialisten unter Hitler, die ebenfalls Kunstwerke als “entartet” aus dem Verkehr zogen und in vielen Fällen sogar dem Feuer übergaben. Kunst ist das wertvollste was der Mensch zustande bringen kann. Diese herrschaftlich in ihrer Freiheit einzuschränken, verstößt nicht nur gegen das Militärgrundgesetz, sondern auch gegen die Schöpfungsgesetze des den mechanistischen Kausalgesetzen unterliegenden objektiven Universums und des durch die organische Eigengesetzlichkeit geschaffenen subjektiven Kosmos.

Naturdinge haben keinen eigenen Willen. Aus diesem Grund können sie auch nicht gut oder böse sein. Wird trotzdem ein moralischer Maßstab an ein Kunstartefakt gelegt, kann der Ursprung für jene “diskriminierende” Einteilung nur in dem Selbst liegen, das man selber ist. Herr Muchtar al Ghusain, welche wahre Absicht hat Dich dazu gebracht, diesen heiligen Ort einer Religionsgemeinde zu entehren. Da es keine Moral ohne einen Leitgedanken gibt, dessen Zielvorgabe die Sprach-Handlungen steuert, musst auch Du einer Letztbegründungsinstanz folgen, wenn Du durch Deine Äußerungen indirekt Menschen zu Taten aufhetzt, die dann das bewerkstelligen, was Du lediglich nur verbal in den Medien streust. Gottheiten bedürfen immer der Menschen. Auch die Naturgöttin hat diese nötig, denn sie ist ohne jene in einer Dauerschleife der eintönigen Wiederkehr des Immergleichen. Um diese aufzuheben, um sich sich selbst anschauen zu können und um einen weiteren Freiheitsbereich zu schaffen, hat sie den Menschen hervorgebracht!

Nun, wie war das noch einmal mit Deinem Sein-Sollen-Fehler, Herr Muchtar al Ghusain, den Du als Dezernent einer wichtigen Abteilung der städtischen Kompradorenbourgeoisie doch begangen hast? An den Anfang der weiteren Untersuchung muss das Folgende wiederholt philosophisch gesagt werden: Das oligarchische Recht des Stärkeren kennt keine Moral! Eine souveräne Handlung setzt Recht! Alles, was da ist, existiert zu recht! Von dieser Warte aus gesehen ist es nur logisch, das zuerst das Existenzrecht einer Welterscheinung abgesprochen wird, um diese dann durch einen exekutiven Vorgang von der Weltbühne zu entfernen. Die Verstandesrealität der demokratisch unkontrollierten Gewalt bedient sich also propagandistisch des Gefühls unter Ausschaltung des ideenhaften Logos. Aus einer beschreibenden Tatsachenbehauptung kann kein Werturteil folgen, also muss zuerst dieses gesetzt werden, damit jene verengte Sicht auf die verkörperte Idee das Verhalten des Publikums ändert.

Aus empirischen Sätzen können mit keiner logischen Regel normative abgeleitet werden. Indikative und Imperative bedürfen eines Mittelgliedes, eben der Kunst, damit aus der bildlosen Wahrheit der Vernunft und dem bildhaften Streben des Willens die Dinge sich ohne Gewalt verwandeln. Der Primat der Kunst hat seine Berechtigung, weil das dualistische Freund-Feind-Denken aufgebrochen und dadurch die dreifaltige Entwicklung des Ganzen angestoßen wird. Machen wir gemeinsam, Herr Muchtar al Ghusain, die Stadt Essen zu einer ästhetischen Polis der Kunst, indem wir für die Freiheit der Wissenschaft (Universalisierung) und der Kunst (Individualisierung) kämpfen, genauso, wie es die Siegermächte in das oberste Regelwerk geschrieben haben, welches sie uns für das Übergangsregime gaben. (wird fortgesetzt)

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